Über Technologie-Förderung zum 90-Mio-Exit

Die Nachricht hat im jungen Jahr 2019 für einiges Aufsehen gesorgt: Der chinesische E-Commerce-Riese Alibaba kauft das Berliner Tech-Startup data Artisans (dA) für grob 90 Mio. Euro. Den Kern von dAs Produktportfolio bildet die Open Source-Streaming-Engine Apache Flink, mit der riesige Datenmengen in Echtzeit ausgewertet werden können. Das Flink-Projekt soll nun gemeinsam weiterentwickelt werden, wie Alibaba in der offiziellen Stellungnahme verlautbaren lässt. Die technische Raffinesse, die Apache Flink ausmacht, ist dabei eng mit zwei Förderprojekten verbunden, die data Artisans und förderbar im Rahmen der Zusammenarbeit im Förderprogramm Pro FIT der IBB erfolgreich platzieren konnten.

In zwei Pro FIT-Projektförderungen der IBB konnte die Apache-Flink-Technologie ausgebaut und deren Vermarktung gestärkt werden

Die erste Projektförderung passierte in 2015. Mehr als 850.000 Euro – davon über 300.000 Euro als nicht rückzahlbarer Zuschuss – standen dem Jungunternehmen für Forschung, Entwicklung und Vermarktung zur Verfügung. „Die Fördermittel wurden dazu genutzt, das Team punktuell zu verstärken, Flink entscheidend in bestehende Ökosysteme einzubinden und eine noch größere Bandbreite an Anwendungsfeldern abzudecken“ resümiert Gründer und CEO Kostas Tzoumas zum Ende der ersten Förderphase.

CEO Kostas Tzoumas (links), CTO Stephan Ewen (rechts) und der damalige förderbar Projektleiter Kai Gerecke feiern den ersten Fördererfolg in 2015.

Eine zweite Projektförderung schloss in 2017 an. Das nächste Innovationsprojekt, das inzwischen abgeschlossen ist, verfolgte das Ziel, die Flink-Engine in Richtung einer voll funktionsfähigen Datenbank zu transformieren und somit beide Welten – Streaming Engine und Datenbankcharakter – zu vereinen, das Resultat ist letztendlich die von data Artisans entwickelte eigene Streaming Platform „dA Platform“, kurz: dAP, die Kunden als kommerzielle Lösung in verschiedenen Ausprägungen zur Verfügung steht.

„Die zwei Förderfinanzierungen durch das Pro FIT-Programm der IBB haben die Reichweite der Seed- bzw. A-Runde deutlich verlängert. Dies ermöglichte data Artisans einen Freiraum zu einem entscheidenden Zeitpunkt und hatte somit auf die Weiterentwicklung der Technologie und den erfolgreichen Werdegang des Unternehmens einen wichtigen Einfluss“ fasst Kai Gerecke, inzwischen Head of Operations bei data Artisans, zusammen.